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Tuesday, 9 October 2012

Glasgow: Walking to Scotland St School

I've noticed how much I enjoy reading your latest postings, so I thought why not provide you with some new stories, too? On with Scotland. And a PS beforehand: Do you notice ... Yes, no rain! :-)

Mir ist aufgefallen, wie gerne ich euren neuesten Postings lese, also dachte ich mir, warum nicht für ein wenig Nachschub sorgen? Es geht weiter in Schottlan. Und ein PS vorab: fällt euch etwas auf? Ja, kein Regen! :-)

During my stay in Glasgow I planned a visit at the Scotland Street School museum, a school Charles Rennie Mackintosh had built in the early 20th century. I was free during the day, so I decided to take my time and walk all the way, since that how you really get to know a city: by walking. The walk from Pollockshields East to Scotland Street, which is south of the River Clide, must have been very different in the past, compared to the surroundings of the school you find today. Many of the former buidling are gone.

Während meines Aufenthalts in Glasgow plante ich einen Besuch bei der Scotland Street Schule, heute als Museum geführt, zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Charles Rennie Mackintosh geplant. Da ich kaum verplant war, nahm ich mir die Zeit und ging von Pollockshields East zur Scotland Street, südlich des River Clyde. Das ist meine bevorzugte Art der Fortbewegung, wenn ich eine Stadt wirklich kennenlernen möchte: zu Fuß. Die Gegend muss sich sehr unterschieden haben von dem wie sie heute aussieht, damals, als die Kinder dort zur Schule gingen. Zahlreiche der früher existierenden Gebäude sind verschwunden.
 On my way to Scotland Street I saw plenty of barb-wires
Am Weg zur Scotland Street sah ich jede Menge Stacheldraht

 almost idyllic barb-wire
beinahe idyllischer Stacheldraht

The M8 was something like a promise for a better future. The M8 right in the middle of the city. And that's what the planners, politicians and opinionleaders thought back then, when they led the motorway through the city centre of Glasgow. These were the 1970's. As a consequence the neighbourhoods changed dramatically and vastness rules today where children used to live (there was a reason, why the school was built on Scotland Street - because this was where families used to live). The ending of the ship-industry also changed the neighbourhood. I am curious to see if and how the southbank of the River Clyde will develop in the future. Must be a difficult task for anyone who dares to touch it.  
well, the M8/tja, die M8

Die M8 war der Schlüssel zur Zukunft. Die M8 mitten im Zentrum der Stadt. Zumindest dachten den Planer, Politiker und Meinungsmacher so, als sie die Autobahn mitten durchs Stadtzentrum führten. Das waren die 1970er Jahre. In der Folge verwaisten die Viertel und wo zuvor Kinder spielten, ist heute Ödnis. Das Ende der Schiffswerften in Glasgow tat seinen Teil zum Aussterben der Wohnviertel südlich des Flusses. Ich bin gespannt, wie sich diese Gegend von Glasgow in der Zukunft entwickeln wid. Es muss eine schier unbewältigbare Aufgabe sein für die Person, die sich traut das Thema anzupacken. 

I seem to be able to find beauty everywhere. Even in the most hostile environment within a city, the highway
Ich scheine das Schöne überall zu finden, sogar in der feindlichsten Umgebung, die in einer Stadt denkbar ist: einer Autobahn

 lots of wasteland / viel G'stättn
 video cameras need cage-protection, the neighbourhood is becoming rougher 
Videokameras brauchen Käfig-Schutz. Die Gegend wird zunehmend rauer

 This is the station next to the school. For those who don't want to walk all the way:
Das ist die nächstegelegene U-Bahn Station zur Schule, für die, die nicht den ganzen Weg zu Fuß gehen wollen
 Das ist schon alles recht malerisch, irgendwie ...
It all seems so scenic, somehow ...
Streets in Scotland seem to be generally quite rippledm which isn't a problem at 10mph. But when speeding up, whew!

Die Straßen in Schottland scheinen durchgehend sehr wellig zu sein. Bei 10mph ist das nicht weiter schlimm. Wenn es aber schneller wird, huiuui

 Finally, the school!
I have to admit, I did not feel to save on my way to the museum, walking through deserted outskirts of the city in the middle of the city.
Endlich, die Schule! Ich muss gestehen, ich fühlte mich nicht sehr sicher auf meinem Spazierweg zum Museum, der mich durch die entlegene Gegenden mitten in der Stadt führte.
girls and boy had seperate gates, not the infants 
Mädchen und Buben hatten seperate Eingänge. Nicht so die Kleinkinder
View from the stairway to a multi-storey-car-park opposite the street. Cars still seem to rule Glasgow.
Blick vom Stiegenhaus hinaus auf ein Parkhaus vis a vis. Autos scheinen in Glasgow noch immer das Zepter in der Hand zu haben. 
 Backyard of the school. This used to be the playground. Lots of lots for urban development
Der Schulhof: hier wurde in den Pausen gespielt Jede Menge Platz für städtische Entwicklungen
 The cooking room under the roof. One word: perfect. Another word: beautiful!
Der Kochsaal unter dem Dach. Ein Wort: perfekt. Noch ein Wort: wunderschön!
 Facade facing west with wasteland all around
Die Westfassade mit Ödland rundum
 Somehow I still can't see the future of a city in cars and their structures.
Irgendwie fällt es mir noch immer schwer, die Zukunft der Stadt in Autos und deren Strukturen zu sehen.


I would love to hear your opinion on the bilangual postings. Does it annoy you? Would you prefer it written in one language only and leave the 2nd language to google translate?
Of course I would also love to read your opinion on the contents of this posting. :-)

My oveall impression of this region of the city is that this part of the city does not suit the human scalem which is a pity, thinking of the life that used to fill the former harbour district in the past.

Good night,
Paula

Ich würde gerne eure Meinung zu den zweisprachigen Postings wissen. Stört es euch? Würdet ihr lieber die zweite Sprache google translate überlassen?
Eure Meinung zum Inhalt interessiert mich natürlich auch sehr!

Mein Gesamteindruck von diesem Teil der Stadt war, das die Stadt hier in keiner Weise dem menschlichen Maßstab entspricht, was sehr schade ist! Bedenkt man, dass es sich hier um ein früheres Hafenviertel handelt, wo das Leben in den Straßen pulsierte. 

Gute Nacht,
Paula

Tuesday, 2 October 2012

Running in Birnam

A few shots from the Games in Birnam, now, that I finally managed to convert the photos! Nice ones, no?
Einige Schnappschüsse von den Highland Games in Birnam, jetzt da ich die Fotos endlich wieder bearbeiten kann! Die deutsche Version des gestrigen Postings ist übrigens auch online :-) Nette Fotos, nicht?

Eim herzliches Willkommen an die neuen Follower, ich freue mich, dass ihr da seid!

Monday, 1 October 2012

How I Learned to Hate Terminal Check-in 3, Formerly Known as Skylink

Hier sind wir also, am Flughafen. Auf drei Flughäfen um genau zu sein.

In meinem Arbeitsleben bin ich nicht befugt, Bemerkungen über den elenden Zustand der auch als Terminal Check-in 3 bekannt ist zu verlieren.
Der neue Terminal hörte früher auf den Namen "Skylink", bis ... nun ja ... bis einige Millionen Euro versandeten und das gesamte Skylink-Projekt, das eigentlich als Image-Politur für den Flughafen und wen auch immer hätte dienen sollen, ein einziges PR-Fiasko wurde. Skylink wurde mehr oder weniger zum Synonym für "kriminell", "korrupt" und ähnlich "erfreuliche" Konnotationen. Also wurde das Bauwerk in Terminal Check-in 3 umbenannt, in der Hoffnung, dass alle die unerfreuliche Vergangenheit des Bauwerks möglichst schnell vergessen würden.


Und dann ereignete sich was unvermeidlich war: Passagiere (=die Menschenmenge, für die der Terminal unrsprünglich geplant wurde) kamen und begannen den Terminal zu nutzen, für das, wofür ein Terminal da ist: check-in, boarding, Gepäck abholen, von Freunden und Familie abgeholt werden. Und binnen weniger Tage war es klar: nicht nur, dass die Entstehung des "Skylinks" ein einziger kapitaler Fehler gewesen war, nein, die gegenwärtige und künftige Situation des Gebäudes ist offenbar verurteilt dazu zu scheitern. Warum? Weil das ganze Gebäude ein einziger Planungsfehler ist. Nichts, aber auch gar nichts funktioniert.

Sie müssen auf die Toilette? Dann drücken sie die Türe auf (ja, die eine, die wirklich schwer aufgeht, seien Sie besser nicht körperlich beeinträchtigt oder einfach nur schwach, weil dann bleibt die Türe verschlossen), dann gehen Sie zwei Stockwerke hinunter und da sind Sie auch schon angelangt, bei den Toiletten. Oh, Sie haben auch Gepäck? Dann empfehlen wir Ihnen das Gepäck am besten die Stufen runtersegeln zu lassen und anschließend, nun ja, wenn Sie die zwei Stockwerke wieder raufgestiegen sind, werden Sie ohnedies an der schweren Türe scheitern. 



Here we are, at the airport. At 3 airports to be exact.

In my worklife I am not supposed to drop any word on that miserable state aka 'Terminal Check-in 3'. The new terminal used to answer to the name of 'Skylink', until, well ... until millions of Euros got ... lost and the whole Skylink-project – which was meant to be a prestige-image-polish-whatever-project in the first place –  turned out to become a huge PR-fiasco. That's when the renamed it into 'Terminal Check-in 3', hoping that soon everyone will forget about the unpleasant past.

Then the inevitable took place: passengers (the crowd the new terminal was planned for in first place) actually started to use the terminal as passengers usually do: checking in, boarding, waiting at the luggage claim, getting picked up by friends and family. And within a few days it became clear: not only that the making of 'Skylink' had been one big mistake, the present and the future of this building seemed to be doomed. Why? The whole building is one enormous design flaw. Nothing, really nothing works.

You need to go to the toilet? Well push open the door (yes, the one that opens really heavily, you better not be handicapped or weak), then you walk down the two floors and here you are, at the toilet. Ooop. You carry luggage with you? Well, we advice you just drop your luggage down the stairs and afterwards, hmmm, having climbed up the two floors, you will find yourself being stuck with the heavy door anyway ...
No seats until Frankfurt! The new Terminal Check-in 3 was not designed for passengers. But on strike-days it should work perfectly well, with plenty of available seats.

Keine Sitze bis Frankfurt! Der neue Terminal Check-in 3 wurde nicht für Passagiere geplant. An Streik-Tagen sollte er perfekt funktionieren, mit jeder Menge freier Sitze.
 

You arrived in time for the boarding? Too bad there have already been 14 people arrving at the gate before you. Because by the time you arrive (15 minutes prior to boarding), all seats have already been taken. And by all I mean those 14 seats they provide at the boarding zone at you gate. You wonder, why on earth the boarding area reminds you of your old classroom, the one that was so small, you could not walk beside the tables but had to climb over the table-tops to reach the classroom-door? You have to believe me, those boarding areas are really tiny. Sweet childhood memories? No! Nightmares! I will take more photos the next time I am there. Maybe the stay will be more enjoyable, taking photos.
I will end with Vienna here and move on to .... Frankfurt!
Frankfurt, what a treat! Yes, I mean it!! :-)


Sie sind rechtzeitig zum Boarding beim Gate angekommen? Zu dumm, dass vor Ihnen bereits 14 andere Passagiere da waren. Weil bei Ihrer Ankunft beim Gate (15 Minuten bevor das Boarding beginnt) sind die verfügbaren Sitze bereits alle besetzt. Und mit verfügbar meine ich die 14 Sitze, die es in der Boarding Zone gibt. Sie wundern sich, warum um alles auf der Welt erinnert einen der Boarding Bereich an das alte, viel zu kleine Klassenzimmer, das, wo man nicht entlang der Tische nach vorne gehen konnte sondern über die Tischplatten drübersteigen musste? (Ihr müsst mir glauben, die Boarding Zonen sind wirklich winzug) Süße Kindheitserinnerungen? Nein, ein Albtraum! Und die Idee, sich in einen allgemeinen Bereich zusetzen ist eine schlechte Idee, weil man dort absolut nicht mitkriegt, ob zum Beispiel die hinteren Reihen zuerst an Board gehen sollen. (was in Wien offenbar kein Thema ist, diese beschleundigende Ordnung beim Boarding beherrscht soweit ich es erlebt habe nur die Lufthansa auf deutschen Flughäfen). Beim nächsten Aufenthalt am Flughafen werde ich Fotos machen. Vielleicht wird der Aufenthalt dann ja unterhaltsamer, durchs Fotografieren.
Damit beende ich die Wiener Episode und schau weiter nach ... Frankfurt!
Frankfurt, was für ein Vernügen. Ja, ich meine das tatsächlich ernst!! :-)


In Frankfurt angekommen stöpselte ich mir Al Green in die Ohren und dieser Sänger erwies sich als veritabler Gefährte für die langen Fußwege am Flughafen Frankfurt. Wenn die Flughafenumgebung Sie stresst, hören Sie auf Al Green! 
Ich hatte nicht vor, Jackie Brown zu kopieren, hatte sie auch nicht im Sinn, als ich da entspannt die Gänge entlang zu meinem Anschlussflug schlenderte. Mr Paula meinte prompt als ich ihm von Al Green und mir erzählte "Du meinst so wie Jackie Brown?"

I arrived in Frankfurt with Al Green in my ears and he turned out to be the perfect companion at the long walk on Frankfurt Airport. If you ever feel stressed in the environment of an airport, please listen to Al Green.
I had no intention whatsoever to copy her, but when I told Mr Paula how great I felt at the airport, he asked "You mean like Jackie Brown?" (until 02:38, yes!)

I had booked a connecting flight which left me with plenty of time. Time I enjoyed here, with free coffee, tea and newspapers and a view:
Ich habe den Anschlussflug mit extra viel Zeit zwischen meiner Ankunft in Frankfurt und dem Abflug von Frankfurt gebucht. Zeit, die ich hier ausgiebig genossen habe, mit gratis Kaffee und Zeitungen und Ausblick.

A few weeks later we arrived at another airport, not exactly as busy as Frankfurt, but nethertheless very satisfying: Stornoway Airport on the Isle of Lewis, Scotland, UK.


Einige Wochen später kamen wir an einem Flughafen an, der zwar nicht ganz so geschäftig wir Frankfurt ist, aber nichtsdestotrotz sehr zufriedenstellend: Stornoway auf der Isle of Lewis, Schottland, UK.
 The airport is a tranquil place that serves decent jacket potatoes. 
Der Flughafen ist ein ruhiger Ort, an dem man ordentliche Ofenkartoffeln serviert bekommt.
 Above: gate to security check
Oben: Zugang zu den Security-Checks
 The views are not that different from the views we have in Vienna. Flat and green sceneries.

Der Ausblick hier unterscheidet sich gar nicht mal so sehr vom Ausblick in Wien. Flache grüne Landschaften.
 
 Oh, there is something going on, soon ...
Oha, da passiert ja etwas! Bald ....
 The passengers are getting ready to board at Gate 1
Die Passagiere machen sich bereit, beim Gate 1 zu boarden. 
In case you wonder: yes, there IS a Gate 2 in the other corner of the room and yes, the staff DID make use of the microphone, even though we were sitting no more than 5 feet away from him.

Nur für den Fall, dass Sie sich fragen: ja, da gibt es tatsächlich ein Gate 2 in der anderen Ecke des Raumes und ja, der Mitarbeiter sprach in das Mikrofon als er uns zum Boarding aufrief, obwohl wir keine 3 Meter von ihm entfernt saßen.


Below you can see the perfect choreography with a safeguard-chain: 
Unten sehen Sie die perfekte Choreografie rund um die Sicherungs-Kette.
 Paula, safely arriving at the gangway, thanks to the safeguard-chain along the footway.
Paula erreicht das Flugzeug in sicherer Umgebung, dank der Sicherungs-Kette entlang des Fußweges.

The fight that followed was a pleasure, our cabin crew (existing of 1 woman) was wonderful and I would highly recommend fly be for any flight from and to Edinburgh, Glasgow or Inverness.
Did you notice: no rain in Scotland!

Der anschließende Flug war sehr angenehm, unsere Bordcrew (bestand aus 1 Frau) war wunderbar und ich kann die Flüge von Inverness, Edinburgh und Glasgow mit fly be nur empfehlen.
Haben Sie es bemerkt? Kein Regen, und das in Schottland!

Tuesday, 25 September 2012

How to Read a Map in Glasgow

These two maps are located at one spot in Glasgow, fixed back to back on a pole. I have never seen such a "service" anywhere in Austria. I know consumer-friendly maps from Japan and was very surprised to find them in Glasgow, too. In case you don't understand what I am talking about: take a look at both photos. Where is northwards on those maps?
When I look at the map, my face facing northwards, the map is orientated northwards, too.
And when you turn by 180° and look at the map that is fixed at the back you look southwards, and guess what: the map ... is upside down, facing southwards, too, with South on top and North at the bottom! They so to say turn the world around you.

Women are said to be inferior to men when it comes to reading a map, which is orientated northwards while you yourself are looking southwards or eastwards. Then the map-turning sets in, and voila, no problem to read the map. Only as long as the map points in the same direction, as the woman who is holding the map, looks at.

During the ski-mountaineering courses the trainers emphasized that it is absolutely fine to turn a map, as long as it helps us to keep the orientation. I was surprised they did not encourage us to train map reading. Because scientits not only found out about the female deficy when it comes to map-reading, but also that those skills can be trained and imrprove over time. A former colleague of mine had spent years reading maps that always pointd northwards and she confirmed what scientists say: the brain can be trained and you can improve your skills if you just train your brain.

Now I am wondering if female members of the city parliament had voted for these "upside-down-maps" or if it is more likely a phenomenon, that is taking over worldwide and has not arrived in Austria yet. However, those maps in Glasgow are really convenient. Not to forget you find them at every other corner and they come with walking distances. 10/10!

The Scottish tourguide who accompanied us during the hiking holiday the following week was quite shocked when he heard me speaking about women's defecits. As a woman. Well, a fact is a fact, and it does not chance just because I am a woman. Or a man, no? Or does anyone here seriously think, women and men are the same?  They are equal, no doubt. But never the same.


Stadtplan lesen in Glasgow

Diese beiden Stadtpläne befinden sich in Glasgow an exakt derselben Stelle, sie sind Rücken an Rücken auf einem Ständer angebracht. In Österreich ist mir noch nie zuvor ein derartiges "Service" untergekommen. Ich kenne diese benutzerfreundlichen Stadtpläne aus Japan und war überrascht, sie in Glasgow anzutreffen.

Für den Fall, dass ihr nicht merkt, worum es mir hier geht: schaut auf den zwei Fotos nach, wo Norden auf der Karte ist. 
Wenn man in der Straße nach Norden blickt, zeigt die Karte auch nach Norden, sprich Norden ist oben. Dreht man sich aber um 180°, ist Norden plötzlich unten auf der Karte, da wo sonst Süden ist. Die Welt wird quasi um uns herum gedreht. 

Man sagt, dass Frauen schlechter Kartenlesen können als Männer sobald frau eine genordete Karte hält und z.B. nach Süden oder Osten blickt. Dann beginnt das Kartendrehen, bis die Karte in diegleiche Richtung zeigt wie frau schaut und die Orientierung wiederhergestellt ist. Während der Skitourenkurse betonten die Trainer immer wieder, dass es total in Ordnung wäre, Karten herumzudrehen, Hauptsache es hilft uns bei der Orientierung! Ich war überrascht, dass sie uns nicht nahelegten das Kartenlesen zu trainieren. Denn die WissenschafterInnen, die herausgefunden haben, dass Frauen sich mit dem abstrahierten räumlichen Vorstellungsvermögen schwerer tun als Männer (nichts anderes wird gefordert, wenn die Karte nicht auf den Kopf gestellt wird um sie besser zu lesen), haben auch herausgefunden, dass das Gehirn trainiert werden kann und die Schwäche durch regelmäßiges Training ausgemerzt wird, Eine frühere Kollegin von mir hat Jahre damit verbracht, Karten zu lesen ohne sie zu drehen und sie bestätigte was die WissenschafterInnen behaupten: das Gehirn kann trainiert werden und die Fähigkeiten wachsen, wenn man dem Gehirn nur die Zeit gibt zu lernen. 

Ob wohl die Frauen im Stadparlament in Glasgow für die gedrehten Stadtpläne gestimmt haben? Oder handelt es sich hier am Ende um ein weitreichenderes Phänomen, das Österreich noch nicht erreicht hat? Wie auch immer, diese Stadtpläne sind wirklich praktisch. Abgesehen davon, dass sie an jeder zweiten Straßenkreuzung zu finden sind und sie sogar Gehdistanzen anführen. 10/10!

Der Schottische Tourguide war gelinde gesagt entsetzt, dass ich offen über Defezite von Frauen spreche. Eine Tatsache ist eine Tatsache, wurst ob ich eine Frau oder ein Mann bin, oder? Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass Frauen und Männer von Geburt an gleich ticken? Gleichwertig, ja, keine Frage.

Monday, 24 September 2012

How Paula Got to Know Beer

The friendly welcome at my first night in Scotland
Die herzliche Begrüßung an meinem ersten Abend in Schottland

Very much to my surprise I developed some veritable beer-skills over the past months. It all started during my project at a regional art-festival. The festival base was located in a city known for its local brewery. I left the city after a few days and stayed overnight in a village nearby that did not serve the local beer but another regional beer. I asked the waiter how it comes that they serve this other beer and he told me that the folks in the village think the local beer tastes too sweet.
Well, I thought and took a sip and yes: the other beer tasted quite bitter compared to the local beer. I liked the sweeter beer more. Not to get confused: of course the local beer was not sweet like an Aperol Spritz, since there is no additional sugar in any beer.

During the summer months, at my parent's place, I enjoyed various beers my father keeps in his basement. I used to be a wine drinking person but obviously prefer beer over wine. The preference dates back to the soccer championship 2012. Nachos & beer became a tradition.

Well, and by the time I arrived in Scotland, I had developed some skills and could tell whether I liked a beer or not. Before it was just "beer". At the pubs I asked which of the many ales/beers/lagers might accompany the pub menu best? They ususally give you a tasting, small glasses to try the various beers/lagers/ales. It did not take long and I had found my 2 favourite tastes: Tennents (because of the nice welcome at the first evening) and Belhaven Best (wow, you have to be old enough to be allowed to visit the website :-o You have been warned. Now please don't tell me those companies are owned by Heineken. ;-) Oh, yes and then where were a few nights when I enjoyed Red and Black Cuillin, thanks to a broken ferry I got an extra night. 

Last week I realized how serious my beer-liking has become when I went to a local pub in Vienna (we call it Wirtshaus here) to meet a friend. On the way to the Wirtshaus I recognized the sign of the brewery they contracted. I was relieved to see they serve one of my favourite Austrian beers.
Relieved? My reaction surprised me. This is the whole story how Paula got to know beer.
Cheers!


Zu meiner großen Überraschung habe ich während der vergangenen Monate regelrechte Bierkenntnisse erworben. Begonnen hat die Bierexpertise während meiner Teilnahme an einem regionalen Kunstfestival. Der Sitz des Festivalzentrums war in einer Stadt, die für ihre lokale Brauerei bekannt ist. Nach ein paar Tagen verließ ich die Stadt und übernachtete in einem Dorf unweit der Stadt. Dort gab es in den Gasthäusern ein anderes Bier, nicht das aus der Nachbarstadt. Ich fragte den Kellner, warum dem so wäre und er sagte, den Bewohern im Dort ist das lokale Bier zu süß. Aha. Ich kostete das alternative Bier und tatsächlich: es schmeckte direkt bitter, verglichen mit dem lokalen Bier aus der Stadt. Mir schmeckte das süßere Bier besser. Nicht dass ihr jetzt glaubt es war "süß süß", so wie Aperol Spritzz. Nein, auch im "süßen" Bier ist kein extra Zucker drin.

Während der Sommermonate habe ich bei meinen Eltern (wo wir housesitten waren) unterschiedliche Biere genossen. Früher bediente ich mich im Weinkeller meiner Eltern. Jetzt scheine ich Bier zu bevorzugen. Begonnen hat die Umstellung während der Fußballmeisterschaft 2012. Nachos und Bier sind zur Tradition geworden.

Als ich dann in Schottland ankam, hatte ich bereits veritable Bierkenntnisse entwickelt und konnte sagen, ob mir ein Bier schmeckte oder nicht. Davor war es einfach nur "Bier".
In den Pubs erkundigte ich mich, welches der zahlreichen Biere/Lager/obergärigen Biere die beste Begleitung für das Pub-Essen wäre. Man bekommt dann kleine Gläschen zum Testen, sehr nett!
Es dauerte nicht lange und ich hatte meine zwei Lieblingsbiere gefunden: Tennents (schon alleine wegen des netten Begrüßungsdrinks am ersten Abend) und Belhaven Best (Wow. Man muss alt genug sein, um die Website besuchen zu dürfen! :-o) Bitte sagt mir jetzt nicht, dass diese Brauereien zum Heineken-Konzern gehören. Ah ja, und dann gab es noch die Nächte in Uig wo ich Red and Black Cuillin genießen konnte. Danke einer kaputten Fähre gab es eine Extra-Nacht drauf.

Letzte Woche wurde mir dann bewusst, WIE profund meine Biervorlieben inzwischen geworden sind.
Ich war am Weg zum Wirtshaus um eine Freundin zu treffen und am Weg dorthin sah ich das Schild der Brauerei, dessen Bier ausgeschenkt wird. (die Wirtshäuser haben alle Verträge mit Brauereien und zapfen dann dieses eine Bier). Dahinter hing bei einem benachbarten Wirtshaus ein Schild einer mir nicht so lieben Brauerei. Ich war erleichtert, als ich sah, dass sie eines meiner liebsten österreichischen Biere ausschenken. Erleichtert? Ich war über meine eigene Reaktion überrascht. Das ist die Geschichte, wie Paula Bier kennenlernte.
Prost!

Friday, 21 September 2012

Green, green green ... Necropolis, Glasgow Green, Pollokshields East

Glasgow, the City of Merchants. Trading  - tobaco and slaves - made Glasgow big. And big are the monuments you find on the Necropolis in Glasgow. It's only a 10 Minute walk from George Square and you have the nicest views over the city.

Glasgow, die Stadt der Kaufleute. Der Handel - Tabak und Skalven - machten die Stadt groß. Und groß sind auch die Denkmäler auf dem Grabhügel in Glasgow. Man geht keine Viertelstunde vom George Square und bekommt wunderbare Ausblicke über die Stadt.
The grass is so impressive. Houseowners in Vienna work their hardest and never end up with lawns like these. Simply perfect. Maybe it's because you in Glasgow cut the grass at a time where we would say the grass looks as if it has just received a trim.

Das Gras ist wirklich beeindruckend. Hausbesitzer in Wien mühen sich ab und am Ende wird ihr Rasen nie so aussehen wir das Gras hier. Einfach perfekt. Vielleicht liegt es daran, dass ihr in Glasgow das Gras dann schneidet, wenn wir sagen würden es sieht wie frisch geschnitten aus.

Parenthesis / Einschub

A woman mowing a lawn at George Square that seems to be recently mowed.
Eine Frau mäht den Rasen am George Square der vor dem Mähen bereits wie frischgemäht aussieht!  

Back on the Necropolis. The stones have a story to tell. In Glasgow 1880, it was not unlikely to die at an early age, not reaching the 6th birthday. But once you've survived you early childhood, a long live layd ahead of you. (many lived a surprisingly long life and died in their 80's! And we are speaking 19th century!)

Die Steine erzählen eine Geschichte. In Glasgow um 1880 war es nicht ungewöhnlich, wenn man sein 6. Lebensjahr nicht erreichte. Wenn man diese gefährlichen Jahre einmal überlebt hat, dann lag in der Regel ein langes Leben vor einem. Viele, die ihre Kindheitsjahre überlebten, lebten erstaunlich lange und starben erst in ihrem 8. Lebensjahrzehnt. Und das im 19. Jahrhundert!
 Yay, Scotland.
 And Discipline!
 Heavy monuments ...
 ... lined up

In my teenage years I used to love to visit graveyards. Simple but yet pure styles of architecture can be found at graveyards.
My mother thought she better be worrying what's wrong with me. She even thought I was depressed. I always thought visiting graveyards is perfectly fine. I loved taking photos. The grey stones and green gras always create a nice contrast. 
Now that I have listened to the Hop-on-off-Bus in Glasgow (they recomment the Necropolis on the tour) I have the confirmation: graveyards are places to be seen!

In meiner Jugend besuchte ich liebend gerne Friedhöfe. Man findet dort ein einfache, aber nichts desto trotz "reine" Architekturstile. Im Wien besonders im Jugendstil. Und die Grabsteine und das Gras bildeten fotogene Motive und Kontraste. Meine Mutter sorgte sich, was mit mir los ist, ob ich wohl depressiv sei. 
Ich war immer überzeugt, dass Friedhöfe sind nichts worüber man sich als Mutter sorgen müsste. Nun, da ich den Hop-on-off-Bus in Glasgow kenne, weiß ich, dass es völlig ok ist, sich für Friedhöfe zu interessieren, immerhin empfehlen sie den Besuch der Nekropolis in Glasgow!
 Idyllic views
 An example how the sandstone "melts away":
 Ein anschauliches Beispiel dafür, wie der Sandstein dahinschmilzt
 This one looks a wee bit better. Probably not much longer ...
Hier sieht es noch besser aus, aber nicht mehr lange ...
Not far from the Necropolis you find the Glasgow Green. The place where people were aloud to bring their wet laundry and lay it out to dry and the cows and sheep were allowed to graze on the common grounds. They still are common grounds today.
Nicht weit entfernt liegt Glasgow Green. Hier durften die Bewohner ihre Wäsche zum Trocknen auflegen und die Kühe und Schafe zum Weiden auf die Wiese bringen. Dieses Recht gilt auch heute noch.
 The skies are always changing / Der Himmel verändert sich ständig

I had to come back the next day to visit the People's Palace. Museums close at 5pm. I am not used to such early closing hours. Anyway, wonderful space. Free admission. 

Ich musste am nächsten Tag wiederkommen um den People's Palace von innen zu besichtigen. Die Museen schließen um 17 Uhr. Ich bin solch frühe Schließzeiten nicht gewohnt. Egal. Ein wunderbarer Ort. Bei freiem Eintritt.
This is Pollokshields East Station with the Tramway Gallery in the background:
My bed and breakfast was in this area. I liked it a lot. I don't care if it looks untidy. And I felt and was save on my own, 24/7.

Oben ist die Station Pollokshields East mit der Tramway Galerie im Hintergrund zu sehen. Meine Unterkunft war ganz in der Nähe. Mir gefiel das Viertel wirklich gut. Mich stört es nicht, wenn es unordentlich aussieht. Und ich fühlte mich - und war - sicher, wenn ich alleine unterwegs war, rund um die Uhr.
 On the way to the station you get to see shopwindows like this one. 
Der Weg zur Station führt an Auslagen wie dieser vorbei.

Below you see the Backyard of the gallery in the back as seen in the photo above. They have a hidden garden where people exchange and buy plants for their gardens. Sooo nice! Not to forget: Free admission here as well.
Das ist die Rückseite von der Galerie die im obigen Fotos im Hintergrund zu sehen ist. Hier gibt es den "hidden garden", den versteckten Garten, wo Leute kommen und Topfpflanzen für ihre Gärten tauschen und kaufen. Ein echtes Idyll. Ach ja, Eintritt frei: in die Galerie und in den Garten.


You see, Glasgow is not just about construction sites but comes with many facets. I hope you enjoy the trip.More to come!
Please excuse spelling mistakes. Thank you!

PS: Those who know me - online or IRL - might know why I am so busy posting these days: the Vienna Design Week is coming closer and I really wish to be through with my summer-vacation by then. Because then a lot of photos will be made, from a very different world.


Ihr seht, Glasgow besteht nicht nur aus Baustellen, sondern bietet viele Facetten. Ich hoffe euch gefällt der Ausflug. Bitte entschuldigt Tippfehler, es ist spät!

PS: Diejenigen unter euch, die mich kennen - sei es online oder im echten Leben - könnten schon ahnen, warum ich so viel poste: die Vienna Design Week rückt näher und ich würde gerne den Sommer-Urlaub bis dahin abgehandelt haben. Weil dann kommen viele neue Fotos, aus einer ganz anderen Welt.